Ein iranisches Paar, das in ihrer Heimatstadt vor wirtschaftlicher Not und Gewalt geflohen war, wurde Christ. Vorher hatten Schmuggler sie als Geiseln genommen.

Omar und Jayda* beschlossen, dass es Zeit war, ihre Stadt im Iran zu verlassen. Seit zwei Jahren hatten sie diskutiert, wie man nach Europa kommt.

Die Situation in ihrer Stadt wurde jede Woche schlimmer. Armut, Gewalt und ständige Instabilität ließen die Zukunft düster erscheinen. Nachdem sie von ihrer Bank einen Kredit aufgenommen hatten, machten sie sich auf den Weg nach Griechenland, dem Tor zur Europäischen Union.

Sie befanden sich jedoch kaum über der Grenze, als ihre „Führer“ (Menschenschmuggler) sie angriffen, sie ihres Besitzes beraubten und sie eine Woche als Geiseln hielten. Gefangen, mit Messern bedroht und ohne andere Optionen, sandte Jaydas Mutter mehr Geld aus dem Iran für ihre Freilassung.

Befreit, aber mittellos, irrte das Paar durch gefährliche Stadtteile Athens. Nach einer Weile blieben sie schließlich vor einem Haus stehen, wo sie am Sonntag von zwei Frauen zu einem internationalen Gottesdienst eingeladen wurden. Nach Gottes Plan stießen sie dort auf ihre alten Freunde, die sie in der nächsten Woche zu einem Farsi-Gottesdienst einluden. Überzeugt von der versprochenen iranischen Hausmannskost, erklärten sie sich vorsichtig bereit daran teilzunehmen.

Am nächsten Sonntag war klar, dass Gott in ihren Herzen arbeitete – sie fühlten einen unbeschreiblichen Frieden sobald sie im Gottesdienst ankamen. Aber die Entscheidung, mehr über Jesus zu erfahren, war nicht einfach. Omar hatte zehn Jahre lang in seiner örtlichen Moschee im Iran gearbeitet. Ihre muslimischen Freunde und ihre Familie im Iran waren ihre einzige Unterstützung bisher und ihre Lebensader während ihrer Zeit als Geiseln und während ihrer Zeit in Armut in Griechenland. Dem Islam den Rücken zu kehren, würde eine Entfremdung von ihren Lieben bedeuten.

Drei Monate vergingen. Allmählich lernten Omar und Jayda, Gott zu vertrauen und beschlossen, ihr Zugehörigkeit zu Jesus mit der Taufe öffentlich zu machen. Ihr Leben ist immer noch hart, aber sie haben durch Christus die Fähigkeit gefunden, ihren Schleppern und denen, die ihnen Schaden zugefügt haben, zu vergeben. Sie kennen jetzt den wahren Frieden und die wahre Freude, die aus einer Beziehung mit ihrem Schöpfer kommen. Sie hoffen, nach Deutschland zu ziehen und weiterhin der iranischen Flüchtlingsgemeinschaft zu dienen und sie mit dem Licht des Evangeliums zu erreichen.

(Die Namen wurden aus Sicherheitsgründen verändert)